In den 60iger Jahren kam der Alaskan Malamute durch amerikanische Soldaten über die Schweiz und Holland nach Deutschland und fand dann auch im übrigen Europa Anklang. Längs den Ufern des Kotzebue-Sound im nordwestlichen Alaska war ein Eskimo-Stamm, die Mahlemiuts, angesiedelt. Sie fertigten perfekte Schlitten an und besaßen ausdauernde Hunde die voller Schönheit waren. Diese Hunderasse wurde nach dem Stamm der Mahlemiuts benannt. Sie benutzten sie als Zughunde, aber auch als Packhunde. So konnten die Menschen auch unwegsames Gelände passieren. 1868 setzte der Goldrausch ein und die Eskimos und deren Hunde wurden verdrängt. Regelmäßig fanden Schlittenhunderennen statt. Sie waren eine sehr beliebte Abwechslung bei den Goldgräbern. Als 1909 die Siberian Huskies nach Alaska kamen und bei den Rennen erfolgreicher liefen, als die Alaskan Malamutes, setzte die Gier nach dem schnelleren Siberian Husky. Die Malamuten gerieten in Vergessenheit, doch der Amerikaner Dave Irving nahm sich diesen besonderen Hunden an und brachte, als er Alaska verließ, im Jahr 1900 ein Malamute-Pärchen mit in den Süden. Fernab von Schnee und Eis begann die Rassezucht, die 1935 vom American Kennel Club anerkannt wurde.
Während des ersten Weltkrieges benötigte die französische Regierung Hilfe für die militärischen Truppen, die gegen die
Deutschen kämpften. Die französische Truppe war von der Versorgung abgeschnitten.
Die französische Regierung bat beim Nome Kennel Club in Alaska um Unterstützung.
Der NKC schickte 450 Alaskan Malamutes zur Unterstützung.
Die Malamutes versorgten dann die eingeschlossenen Truppen mit allen notwendigen Ausrüstungsstücken und Nahrungsmittel. Dadurch wurde die Rasse erneut stark dezimiert. Heute werden Malamutes u.a.
von der berittenen Polizei in Kanada eingesetzt.
Wissenschaftler gehen davon aus, dass der Schlittenhund aus der so genannten Torfhundgruppe hervorgegangen ist. Die Schlittenhunde haben sich bis heute ihre Ursprünglichkeit bewahrt. Die Domestikation hat hauptsächlich zu Fell- und Haarformveränderungen geführt. Schlittenhunde zeigen sowohl wolfsähnliches als auch wolfsgleiches Verhalten. Ihr ausgeprägter Jagdtrieb und die Rudeleigenschaften kommen aus ihrer Verwandtschaft mit dem Wolf.
ALASKAN MALAMUTE
URSPRUNG: U.S.A.
DATUM DER PUBLIKATION DES GüLTIGEN ORIGINAL- STANDARDES: 14. 08. 1996
VERWENDUNG: Schlittenhund
KLASSIFIKATION FCI: Gruppe 5 Spitze und Hunde vom Urtyp.
Sektion 1 Nordische Schlittenhunde.
Ohne Arbeitsprüfung.
ALLGEMEINES ERSCHEINUNGSBILD:
Der Alaskan Malamute ist einer der ältesten Schlittenhunde der Arktis und hat ein mächtiges, substanzvolles Gebäude mit tiefem Brustkorb und kräftigem, gut bemuskeltem Körper.
Der Malamute steht in aufrechter Haltung auf seinen Pfoten und verkörpert mit seiner aufrechten Kopfhaltung und seiner Wachsamkeit, Interesse und Neugier austrahlenden Augen Stolz und grosse
Bewegungsfreude.
Sein Kopf ist breit. Die Ohren sind dreieckig und aufgerichtet, wenn seine Aufmerkamkeit geweckt ist. Der Fang ist massiv und verschmälert sich nur wenig vom Ansatz zur Nase hin. Er ist weder
spitz oder lang noch kurz und dick.
Das Haarkleid ist dick mit rauhem Deckhaar von ausreichender Länge, um die Unterwolle zu schützen. Malamutes können verschiedene Farben haben.
Typisch ist eine Kopfzeichnung, die sich wie eine Kappe über den Kopf erstreckt, wobei das Gesicht entweder völlig weiss ist oder einen Strich und/oder eine Maske aufweist.
Die Rute ist gut behaart und wird über dem Rücken getragen; sie hat das Aussehen eines wedelnden Federbusches.
Der Malamute muss schwere Knochen und leistungsfähige Läufe, gute Pfoten, einen tiefen Brustkorb, eine kraftvolle Schulterpartie sowie alle weiteren körperlichen Voraussetzungen aufweisen, die er
braucht, um seine Arbeit effizient verrichten zu können.
Seine Bewegung muss gleichmässig, harmonisch, unermüdlich und vollkommen effizient sein. Er wurde nicht als Renn-Schlittenhund für Geschwindigkeitswettbewerbe gezüchtet.
Der Malamute ist für Kraft und Ausdauer gebaut und jedes Merkmal, das Wesen eingeschlossen, das die Erfüllung dieses Verwendungszwecks beeinträchtigt, muss als sehr schwerer Fehler angesehen
werden.
WICHTIGE PROPORTIONEN:
Der tiefste Punkt des Brustkorbes befindet sich unmittelbar hinter den Vorderläufen, ungefähr auf der Hälfte der Widerristhöhe. Die Körperlänge, gemessen vom Buggelenk bis zum Sitzbeinhöcker,
übertrifft die Widerristhöhe.
VERHALTEN / CHARAKTER (WESEN): Der Alaskan Malamute ist ein anhänglicher, freundlicher Hund, kein "Ein-Mann-Hund". Er ist ein treuer,
ergebener Begleiter, verspielt, wenn er dazu aufgefordert wird; vor allem beeindruckt er aber durch seine Würde, wenn er ausgewachsen ist.
KOPF: Breit und tief, weder grob noch unförmig; seine Grösse steht in gutem Verhältnis zur Gesamtgrösse des Hundes. Sein Ausdruck ist
weich und zeigt seine liebevolle Veranlagung.
OBERKOPF: Schädel: Breit und mässig gewölbt zwischen den Ohren, zu den Augen hin allmählich schmaler und im oberen Bereich flacher
werdend, zu den Wangen hin in einer Rundung verlaufend. Zwischen den Augen ist eine leichte Furche. Die Profillinien des Schädels und des Vorgesichts zeigen an ihrem Verbindungspunkt eine leichte
Abweichung von der Geraden nach unten.
Stop: Flach.
GESICHTSSCHäDEL:
Nasenschwamm: Bei allen Farbschlägen, ausser bei Rot, sind Nase, Lefzen und Lidränder schwarz pigmentiert. Bei roten Hunden ist eine
braune Pigmentierung zugelassen. Eine mit einem helleren Streifen versehene "Winternase" ist annehmbar.
Fang: Gross und massig im Verhältnis zum Schädel; er verjüngt sich leicht vom Ansatz zur Nase hin in Breite und Tiefe.
Lefzen: Straff anliegend.
Kiefer / Zähne: Breite Kiefer mit grossen Zähnen. Scherengebiss. Vor- oder Rückbiss sind ein Fehler.
Backen: Mässig abgeflacht.
Augen: Schräg eingesetzt, braun, mandelförmig und von mittlerer Grösse. Blaue Augen sind ein ausschliessender Fehler.
Ohren: Mittelgross, jedoch klein im Verhältnis zur Grösse des Kopfes. Sie haben die Form eines Dreiecks mit leicht abgerundeter Spitze.
Sie sind weit voneinander an den Aussenkanten des hinteren Schädelbereichs auf einer Höhe mit den äusseren Augenwinkeln angesetzt, so dass der Eindruck entsteht, dass sie, wenn sie aufgerichtet
sind, vom Schädel abstehen. Die aufgerichteten Ohren weisen leicht nach vorn, aber wenn der Hund arbeitet, werden die Ohren manchmal zum Schädel hin gefaltet. Hoch angesetzte Ohren sind ein
Fehler.
HALS: Kräftig und mässig gebogen.
KöRPER: Kompakt gebaut, wobei die Lendenpartie aber nicht zu kurz ist. Der Körper trägt kein übergewicht, die Knochenstärke steht in
gutem Verhältnis zur Körpergrösse.
Rücken: In gerader Linie leicht zu den Hüften hin abfallend.
Lenden: Fest und gut bemuskelt. Eine lange Lendenpartie, die den Rücken schwächen könnte, ist fehlerhaft.
Brust: Gut entwickelt.
RUTE: In Verlängerung der Wirbelsäule mässig hoch angesetzt. Wenn der Hund nicht arbeitet, wird die Rute über dem Rücken getragen. Sie
liegt weder flach auf dem Rücken auf, noch wird sie fest auf dem Rücken eingerollt getragen, noch ist sie so kurz behaart wie die eines Fuches. Die Rute des Malamutes ist reich behaart und
gleicht einem wedelnden Federbusch.
GLIEDMASSEN
VORDERHAND: Die Vorderläufe sind starkknochig und stark bemuskelt; sie sind von vorn gesehen bis hinunter zum Vordermittelfuss
gerade.
Schultern: Mässig schräg gelagert.
Vordermittelfuss: Kurz und kräftig, von der Seite gesehen leicht schräg gestellt.
HINTERHAND: Breit. Von hinten gesehen stehen und bewegen sich die Hinterläufe auf einer Linie mit den Vorderläufen, weder zu eng noch
zu breit. Afterkrallen an den Hinterläufen sind unerwünscht und sollten kurz nach der Geburt der Welpen entfernt werden.
Oberschenkel: Sehr stark bemuskelt.
Sprunggelenk: Mässig gewinkelt, tief stehend.
PFOTEN: ähnlich einem "Schneeschuh", fest und tief, mit gut gepolsterten Ballen, fest und kompakt wirkend. Die Pfoten sind gross; die
Zehen liegen eng beieinander und sind gut gebogen. Zwischen den Zehen wächst schützendes Haar. Die Ballen sind dick und strapazierfähig, die Zehennägel kurz und kräftig.
GANGWERK: Die Bewegung des Malamutes ist gleichmässig, harmonisch und kraftvoll. Er ist behende für seine Grösse und seinen Körperbau.
Von der Seite gesehen lässt die Hinterhand starken Schub erkennen, der sich über die gut bemuskelte Lendenpartie auf die Vorderhand überträgt, die diesen Schub in gleichmässige, raumgreifende
Schritte umsetzt. Von vorn oder hinten gesehen bewegen sich die Läufe geradlinig vorwärts, weder zu eng noch zu breit. Im schnellen Trab nähert sich die Trittspur der gedachten Mittellinie des
Körpers. Ein gestelzter Gang oder jede sonstige Bewegung, die nicht vollkommen effizient und mühelos ist, muss bestraft werden.
HAARKLEID
HAAR: Der Malamute hat dickes, rauhes -keinesfalls langes, weiches - Deckhaar. Die Unterwolle ist dicht, ca. 2,5 bis 5 cm (1 bis 2
inches) lang, ölig und wollig. Das Deckhaar variiert, ebenso wie die Unterwolle, in seiner Länge. Es ist relativ kurz bis mittellang an den Körperseiten, während es um Hals und Schultern, den
Rücken hinunter, über der Kruppe, an den Hinterseiten der Oberschenkel und an der buschigen Rute länger ist.
Während der Sommermonate haben Malamutes gewöhnlich kürzeres, weniger dichtes Haar. Der Malamute wird in natürlichem Haarkleid gezeigt. Trimming ist nicht erlaubt, mit Ausnahme der Pfoten, damit
diese ordentliche Konturen haben.
FARBE: Die üblichen Farben sind Hellgrau bis Schwarz mit allen Zwischenschattierungen und Sable einschliesslich dessen zum Rot
tendierender Schattierung. Farbkombinationen sind erlaubt in der Unterwolle, in der Kopfzeichnung und an den übergängen zwischen den weissen Bereichen des Unterkörpers und der dunklen
Körperfarbe. Die einzige erlaubte Einheitsfarbe ist Reinweiss. Weiss ist stets die vorherrschende Farbe an Unterkörper, Teilen der Läufe, den Pfoten, und Teilen der Gesichtszeichnung. Eine weisse
Blesse auf der Stirn und/oder ein Kragen oder ein Fleck auf dem Nacken ist attraktiv und zulässig. Der Körper des Malamutes hat eine Mantelzeichnung; unterbrochene Farben, die sich über den
Körper erstrecken, oder eine ungleichmässige Sprenkelung sind unerwünscht.
GRöSSE UND GEWICHT:
Es gibt eine natürliche Bandbreite in der Grösse dieser Rasse. Die erwünschte Grösse zum Lastenziehen ist
Die Bedeutung der Grösse sollte jedoch nicht über derjenigen von Typ, Proportionen, Bewegung und anderen funktional wichtigen
Merkmalen stehen.
Wenn Hunde zu beurteilen sind, die gleichwertig in Typ, Proportionen und Bewegung sind, muss der Hund, der der erwünschten Arbeitsgrösse am nächsten kommt, bevorzugt werden.
WICHTIGE ZUSAMMENFASSUNG:
Beim Richten des Alaskan Malamutes muss seine Fähigkeit, als Schlittenhund in der Arktis schwere Lasten zu ziehen, höchste Priorität haben. Der Grad der Abwertung eines Hundes sollte von dem
Ausmass abhängen, in dem der Hund von der Beschreibung des idealen Malamutes abweicht und in dem der jeweilige Mangel die Arbeitsfähigkeit des Hundes tatsächlich beeinträchtigen würde. Die Läufe
des Malamutes müssen ungewöhnliche Stärke und gewaltige Schubkraft erkennen lassen. Jegliches Anzeichen von eingeschränkter Leistungsfähigkeit der Läufe und Pfoten in Vorder- oder Hinterhand,
sowohl im Stand als auch in der Bewegung, muss als schwerer Fehler angesehen werden. Solche Fehler wären Spreizpfoten, Kuhhessigkeit, ein schlechter Vordermittelfuss, steile Schultern, mangelnde
Winkelungen, ein stelziges Gangwerk (oder jede andere Bewegung, die nicht harmonisch, kraftvoll und gleichmässig ist), Schlaksigkeit, Substanzlosigkeit, Schwerfälligkeit, mangelnde Knochenstärke
und eine schlecht proportionierte Gesamterscheinung.
FEHLER:
Jede Abweichung von den vorgenannten Punkten muss als Fehler angesehen werden, dessen Bewertung in genauem Verhältnis zum Grad der Abweichung stehen sollte.
AUSSCHLIESSENDER FEHLER: Blaue Augen.
N.B.: Rüden müssen zwei offensichtlich normal entwickelte Hoden aufweisen, die sich vollständig im Hodensack befinden.
Quelle und ÜBERSETZUNG: Frau Elke Peper
Du musst wissen, dass es auch Regentage gibt
Du musst wissen, dass er sich die Füße nicht selber waschen kann
Du musst wissen, dass dein Besuch genau sieht, hier wohnt ein Hund
Du musst wissen, dass er Haare verliert
Du musst wissen, dass er heulen kann
Du musst wissen, dass er nicht gerne alleine ist
Du musst wissen, dass ein Garten vielleicht wie ein Truppenübungsplatz aussehen kann
Du musst wissen, dass er auch Schuhe mag
Du musst wissen, dass du nicht mehr die Hauptrolle spielst, sondern meist nur noch dein Hund bestaunt wird
Du musst wissen, dass er anderen Hunden gegenüber sehr dominant sein kann
und wenn du das alles weißt und immer noch einen Hund willst,
dann ist ein Alaskan Malamute genau das Richtige für dich
Denn
du musst auch wissen, dass er dich immer wieder liebevoll begrüßt
du musst auch wissen, dass er stundenlang schmusen kann
du musst auch wissen, dass du viel Spass mit ihm haben kannst
du musst auch wissen, dass er mit dir durch dick und dünn geht
du musst auch wissen, dass dein Garten Mäuse frei ist
du musst auch wissen, dass er gerne bei dir im Bett liegt
du musst auch wissen, dass er dir für jede Aufmerksamkeit dankbar ist
du musst auch wissen, dass du nie mehr alleine bist
du musst auch wissen, dass du viele nette Leute kennen lernen wirst.
ABER DAS ALLERWICHTIGSTE
DU MUSST WISSEN, DIE ENTSCHEIDUNG OB DU MIT EINEN MALAMUTE LEBEN WILLST,
TRIFFST DU FüR EIN GANZES HUNDELEBEN LANG
richtiger Schlittenhund zu werden?
Die leichteste Variante ist natürlich, ein Gespann von Schlittenhunden zu haben und einen wohl trainierten nordischen, aber noch unerfahrenen Schlittenhund dazu zu spannen.
Dabei lernen es die Malis quasi von selbst, wie das richtige ziehen geht.
Ziehen an und für sich muss man einen Malamut nicht lernen. Das kann er, wenn es ihm nicht durch "Erziehung" abgewöhnt wurde.
Wichtig ist das konnte ich am eigenen Leib erfahren - dass man selber eine gute Kondition hat. Dann gibt es noch ein paar Grundregeln, die ich nachstehend erläutern will, aber ich will auch vorab schon sagen, es gibt keinen hundertprozentigen Fahrplan. Da Malamute sowie alle anderen nordischen Schlittenhunde Lebewesen sind, muss jeder für sich entscheiden wie er mit seinem Mali am Besten zu Recht kommt und das Training auch für alle Spaß macht.
Sollten wir mal genug Schnee haben, dass auch wir mit unserem Mali wirklich Schlittenfahren können, werde ich gerne diese Seite um meine neuen Erfahrungen erweitern